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Wenn in den meisten Ländern Steuern auf Kapital oder Vermögen erhoben werden, müssen Unternehmen in Bezug auf ihren Marktwert (MV) bewertet werden. Die Schätzung des MV privater Unternehmen zu steuerlichen Zwecken ist eine anspruchsvolle Aufgabe für die Steuerbehörden, da MVs nicht verfügbar sind. In dieser Studie analysiere ich empirisch, inwieweit ein buchhaltungsbasiertes Steuerbewertungsverfahren für private Unternehmen, ein vereinfachtes Residualeinkommensmodell, im Hinblick auf den MV erfolgreich ist. Ich beziehe mich auf das obligatorische Standardisierte Kombinationsmodell, das einen Sonderfall von Methoden darstellt, die in mehreren Ländern häufig verwendet werden. In Ermangelung von Marktpreisen für private Unternehmen nutze ich eine Stichprobe kleiner deutscher öffentlicher Unternehmen als Proxy. Ich valide diesen Ansatz mit einer Sensitivitätsanalyse, die das Abgleichen der Stichprobe öffentlicher Unternehmen mit der von privaten Unternehmen beinhaltet. Die Ergebnisse implizieren, dass das obligatorische Standardisierte Kombinationsmodell zu einer erheblichen ungleichen Behandlung nicht nur zwischen öffentlichen und privaten Unternehmen, sondern auch zwischen privaten Unternehmen aus verschiedenen Branchen und innerhalb dieser führt. Darüber hinaus simuliere ich die Auswirkungen von Variationen in den Schlüsselfaktoren und hebe deren Einfluss auf die Annäherungsqualität des Standardisierten Kombinationsverfahrens hervor. Die Ergebnisse sind relevant für Diskussionen über Steuerreformen sowie für Steuerpolitiker und Praktiker in vielen Ländern.
Jens Müller (Di,) hat diese Frage untersucht.