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Dem Einfluss kultureller Unterschiede auf die Feedback-Kommunikation mit dem zunehmend internationalisierten Studierendenschaft im Vereinigten Königreich wurde nicht ausreichend Aufmerksamkeit geschenkt. Dieses Problem ist besonders bedeutend für internationale Studierende, die kurze – einjährige – Postgraduiertenprogramme absolvieren, und wir illustrieren dies in einer Studie mit chinesischen Studierenden an einer britischen Universität. Wir greifen auf Hollidays Begriff der ‚kleinen Kulturen‘ und Barrys Modell der kulturellen Anpassung zurück, um zu analysieren, wie sie das Angebot von formative Rückmeldungen als einen wesentlichen Aspekt der neuen akademischen Kultur wahrnehmen, darauf reagieren und sich allmählich anpassen. Unsere Daten zeigen, dass solches Feedback den Studierenden kognitive Herausforderungen und psychologische sowie emotionale Kämpfe bereitet, insbesondere in den ersten Monaten ihrer Kurse. Um kulturell essentialistische Erklärungen zu vermeiden, fokussieren wir uns auf Unterschiede in den ‚kleinen Kulturen‘ der Akademia in China und im Vereinigten Königreich. Feedback ist nicht nur Teil der neuen akademischen Kultur selbst, sondern kann auch als Brücke zwischen den Normen, Regeln und Praktiken der beiden Kulturen fungieren. Diese Brücke ist oft schlecht konstruiert. Die Tutoren müssen sich der Art und der Quellen des Stresses, dem solche Studierende ausgesetzt sind, stärker bewusst werden und das Feedback oft eher belastet als zum verbesserten Lernen beiträgt.
Tian et al. (Tue,) haben diese Frage untersucht.