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WAS IST BEKANNT ZUM THEMA?: Stigma im Zusammenhang mit psychischen Erkrankungen stellt eine große Belastung für Gesellschaften weltweit dar. Die Faktoren, die mit den Einstellungen von Pflegekräften gegenüber Menschen mit psychischen Erkrankungen in Gesundheitseinrichtungen verbunden sind, sind unterschiedlich. Stigmatisierte Einstellungen unter den Mitarbeitern gegenüber Patienten mit psychischen Erkrankungen wurden in verschiedenen spezialisierten Gesundheitskontexten umfassend untersucht, jedoch seltener in der primären Gesundheitsversorgung. WAS DIESER ARTIKEL ZU DEM BISHERIGEN WISSEN HINZUFÜGT?: Die Einstellungen der Pflegekräfte gegenüber Menschen mit psychischen Erkrankungen waren in primären Gesundheitsversorgungseinrichtungen im Allgemeinen positiv. Jüngere Pflegekräfte äußerten Angst gegenüber psychisch kranken Patienten. Sie fühlten sich nicht nur unsicher in der Nähe dieser Patienten, sondern waren auch oft der Meinung, dass Menschen mit psychischen Erkrankungen von der allgemeinen Bevölkerung segregiert werden sollten. WAS SIND DIE IMPLIKATIONEN FÜR DIE PRAXIS?: Eine systematische und kontinuierliche Schulung im Bereich psychische Gesundheit am Arbeitsplatz für Pflegekräfte in der primären Versorgung wird empfohlen, um die positiven Einstellungen junger Pflegekräfte gegenüber Patienten zu stärken. Junge Pflegekräfte sollten insbesondere davor bewahrt werden, stigmatisierte Einstellungen gegenüber Patienten mit psychischen Problemen zu entwickeln, um eine qualifizierte Arbeitskraft für die Zukunft in diesem anspruchsvollen Bereich der Gesundheitsversorgung sicherzustellen. ABSTRAKT: Einleitung Trotz der Entwicklung von psychischen Gesundheitsdiensten in vielen Ländern haben Pflegekräfte, die in verschiedenen Gesundheitsbereichen arbeiten, möglicherweise immer noch Bedenken und negative Einstellungen gegenüber Menschen mit psychischen Erkrankungen. Ziel: Die Einstellungen von Pflegekräften gegenüber Menschen mit psychischen Erkrankungen zu beschreiben und die mit ihren Einstellungen verbundenen Faktoren in primären Gesundheitszentren zu untersuchen. Methode: Die Daten wurden von Pflegepersonal (N = 264, Rücklaufquote 84 %) in 15 primären Gesundheitszentren in zwei finnischen Städten (Frühling 2014) mit einem Selbstberichtsfragebogen (Attribution Questionnaire-27, Corrigan 2003) gesammelt und durch deskriptive Statistiken sowie mehrdimensionale Varianzanalyse analysiert. Ergebnisse: Die Einstellungen der Pflegekräfte gegenüber Menschen mit psychischen Erkrankungen waren im Allgemeinen positiv. Die Pflegekräfte berichteten überwiegend von der Bereitschaft zu helfen und von Besorgnis sowie Mitgefühl gegenüber diesen Patienten. Allerdings äußerten jüngere Pflegekräfte oder solche ohne zusätzliche Schulung im Bereich psychische Gesundheit Angst vor Patienten. Diskussion: Besonderes Augenmerk sollte auf die Pflegeausbildung und die Schulung am Arbeitsplatz gelegt werden, um zu verhindern, dass junge Pflegekräfte stigmatisierte Einstellungen gegenüber Patienten entwickeln. Implikationen für die Praxis: Ein höheres Vertrauen in das Pflegepersonal könnte in Zukunft eine qualifizierte Arbeitskraft im Bereich psychische Gesundheit gewährleisten, junge Pflegekräfte davon abhalten, am Arbeitsplatz Angst vor Patienten zu entwickeln, und positive Einstellungen gegenüber Patienten mit psychischen Problemen unterstützen.
Ihalainen‐Tamlander et al. (Mon,) untersuchten diese Frage.