Key points are not available for this paper at this time.
Der Ernteindex von Pflanzen, das Verhältnis des Korngewichts zum Gesamtpflanzengewicht, ist ein wichtiges Merkmal, das mit den dramatischen Erhöhungen der Ernteerträge im zwanzigsten Jahrhundert verbunden ist. Der Ernteindex spiegelt die Verteilung der Fotosynthesewerte zwischen dem Korn und der vegetativen Pflanze wider, und Verbesserungen im Ernteindex betonen die Bedeutung der Kohlenstoffverteilung bei der Getreideproduktion. Das Ziel dieser Übersicht ist es, aus historischer Perspektive einige der Veränderungen zu untersuchen, die im Ernteindex von Pflanzen aufgetreten sind, und die Bedeutung der Stickstoffakkumulation in Kulturen zu betrachten, die mit der Änderung dieses Merkmals verbunden ist. In modernen Zeiten ist der Ernteindex im Allgemeinen gestiegen. Vor dem zwanzigsten Jahrhundert gibt es Hinweise darauf, dass Pflanzenselektionen auch zu Veränderungen im Ernteindex führten. Ein Faktor, der diese Veränderungen beeinflusst haben könnte, war der relative Wert von Körnern im Vergleich zu Stroh. Historisch gesehen hatte die Stroherzeugung eine hohe Priorität, was einen niedrigen Ernteindex zu einem wünschenswerten Merkmal machte. Ein weiterer Faktor war der verfügbare Stickstoff für die Produktion hoher Kornerträge. Die Akkumulation hoher Stickstoffwerte ist entscheidend für hohe Kornerträge, und daher sind hohe Stickstoffwerte häufig mit Pflanzen verbunden, die hohe Ernteindizes aufweisen. Unter Bedingungen, in denen Stickstoff begrenzt ist, ist eine Kultur mit niedrigem Ernteindex von Vorteil. Begrenzter Stickstoff kann in das vegetative Gewebe mit niedriger Stickstoffkonzentration repartitioniert werden, was zu einer hohen Gesamtproduktion der Pflanzenmasse führt. Ein Anstieg des Kornertrags und des Ernteindexes bei hoher Stickstoffversorgung erfordert jedoch eine gleichzeitige Erhöhung der Stickstoffakkumulation in Pflanzen.
Thomas R. Sinclair (Fr.) untersuchte diese Frage.