Key points are not available for this paper at this time.
Zusammenfassung Basierend auf der moralischen Verantwortung, denjenigen zu helfen, die Hilfe und Zuflucht suchen, nehmen humanitäre Hilfsorganisationen einen zentralen Platz in unserem zeitgenössischen Sozialleben ein. Die Frage stellt sich, ob die humanitäre Antwort Lösungen für diejenigen bieten kann, die durch politische Verfolgung ins Exil getrieben wurden. In interdisziplinärer Arbeit in politischer Philosophie und Ethnographie untersuche ich die Erfahrungen politisch verfolgter Wissenschaftler aus der Türkei, die durch ‘Academics at Risk’-Organisationen, die auf humanitären Prinzipien basieren, vorübergehende postdoktorale Stipendien an europäischen Hochschulen erhalten haben. In ihren europäischen Gastgeberländern als ‘Opfer’ und ‘Flüchtlinge’ aus autokratischen Ländern willkommen geheißen, werden diese Akademiker durch einen anonymisierenden Opfer-Retter-Diskurs marginalisiert, der mit den moralischen Gefühlen von Mitleid und Mitgefühl durchtränkt ist. Sie lehnen die Entleerung ihrer politischen Handlungsfähigkeit und kritischen akademischen Einsicht durch solche humanitären Gesten ab und wenden sich Strategien des ‘Dis-Exils’ zu, die darauf abzielen, Einzigartigkeit, kollektives Handeln und Solidarität in den politischen Raum zurückzuführen.
Seçkin Sertdemir Özdemir (Mittw.) hat diese Frage untersucht.
Synapse has enriched 5 closely related papers on similar clinical questions. Consider them for comparative context: