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Das Immunsystem spielt eine entscheidende Rolle bei der Tumorbildung. Die Rolle von T-Lymphozyten im Tumormikroenvironment als Hauptbestandteil der adaptiven Effektorimmunantwort und deren Gegenstück, regulatorische T-Zellen (Treg), die für die unterdrückende Immunmodulation verantwortlich sind, ist jedoch nicht vollständig verstanden. Dies liegt teilweise an dem Mangel an zuverlässigen technischen Lösungen zur spezifischen Zellquantifizierung in soliden Geweben. Bisherige Berichte haben gezeigt, dass epigenetische Marker von Immunzellen, wie die spezifisch demethylierte Region (TSDR) innerhalb des FOXP3-Gens bei Treg, als robustes Analysewerkzeug zur Treg-Quantifizierung genutzt werden können. Hier erweitern wir das Konzept des epigenetischen Immunophenotypings auf insgesamt T-Lymphozyten (oTL). Dieses Werkzeug ermöglicht eine Zellquantifizierung mit mindestens gleichwertiger Präzision wie FACS und ist anwendbar für die Analyse von Blut und solidem Gewebe. Basierend auf dieser Methode analysieren wir die Häufigkeit von Treg, oTL und ihr Verhältnis in unabhängigen Kohorten von gesunden und tumorösen ovarialen, kolorektalen und bronchialen Geweben mit 616 teilweise spendermatchten Proben. Wir stellen eine Verschiebung des Medianverhältnisses von Treg zu oTL von 3-8 % in gesundem Gewebe auf 18-25 % in allen Tumorentitäten fest. Epigenetisch bestimmte oTL-Häufigkeiten korrelieren mit dem Verlauf von kolorektalen und ovarialen Krebserkrankungen. Zusammen zeigen unsere Daten, dass die Zusammensetzung von Immunzellen in Tumormikroenvironmenten quantitativ durch epigenetische Messungen bewertet werden kann. Diese Zusammensetzung ist in soliden Tumoren gestört, was auf einen grundlegenden Mechanismus der Tumorimmunevasion hinweist. Die epigenetische Quantifizierung von T-Lymphozyten dient als unabhängiger klinischer Parameter für die Prognose des Verlaufs.
Sehouli et al. (Tue,) untersuchten diese Frage.
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