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Kulturelle Veränderungen sind in der Medizin notwendig, wenn die Vorteile technologischer Fortschritte den Nutzern des Gesundheitswesens zugutekommen sollen. Das Digital Health Manifesto des ‚medizinischen Futuristen‘ Dr. Bertalan Meskó und des ‚E-Patienten‘ Dave deBronkart, ‚The Patient Will See You Now‘ von Eric Topol und ‚The Patient as CEO‘ von Robin Farmanfarmaian gehören zu den zunehmend vielfältigen Warnungen vor dem bevorstehenden Paradigmenwechsel in der Medizin, der vor allem auf technologischen Fortschritten beruht, die den Nutzern einen unabhängigen Zugang zu exponentiell wachsenden Informationen über sich selbst ermöglichen. Wir hinterfragen ihre Botschaften lediglich in dem Sinne, dass sie den Fokus nicht ausreichend von ‚Patient‘ auf ‚Person‘ verlagern und folglich nicht das Bedürfnis nach einer glaubwürdigen, effizienten, ethischen und unabhängigen Entscheidungsunterstützung erkennen, die sicherstellen kann, dass die ‚Demokratisierung des Wissens‘ personenermächtigend und nicht übermächtig ist. Solche Entscheidungsunterstützung kann die ‚Demokratisierung der Entscheidung‘ sicherstellen, was zu qualitativ hochwertigeren Entscheidungen und vollständig informierten sowie präferenzbasierten Einwilligungen in die Maßnahmen von Gesundheitsanbietern führt. Das kommende Paradigma wird daher durch apomediative (‘direkt an den Verbraucher’) Entscheidungsunterstützungstools charakterisiert, die von der Person in der Gemeinschaft genutzt werden, um ihnen zu helfen, Gesundheitsproduktionsentscheidungen für sich selbst zu treffen (einschließlich ob man einen Gesundheitsfachmann oder Anbieter konsultiert), sowie intermediative (‘direkt vom Kliniker’) Werkzeuge, die von einem Gesundheitsfachmann in einem ‚Shared Decision Making‘ oder ‚Co-Creation of Health‘ Prozess bereitgestellt werden. Dieses Vision Paper erläutert die Umsetzung dieser präferenzsensitiven Entscheidungsunterstützungstools durch die Technik der Multi-Kriterien-Entscheidungsanalyse.
Dowie et al. (Wed,) haben diese Frage untersucht.