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Die Frage der Unternehmensführung wird von verschiedenen Wissenschaftszweigen aufgegriffen. Besondere Auffassungen über die Natur und Ziele eines Unternehmens sowie über das Gesellschaftsrecht bestimmen verschiedene Ansätze zu diesem Thema. Die anhaltende Debatte über Unternehmensführung wird durch berüchtigte Skandale und wirtschaftliche Krisen angeregt. Die Agententheorie (heute vorherrschend), die Egoismus und das Streben nach eigenen Interessen annimmt, bildet die Grundlage für das Modell der Aktionärsdominanz, während die Teamproduktions-theorie die Grundlage für das Modell der Direktorendominanz bildet. Die Stewardship-Theorie, die eine Konvergenz der Interessen von Management und Stakeholdern annimmt, kann je nach Situation sowohl mit der Agententheorie konkurrieren als auch komplementär sein. Laut der Managementtheorie erfordert effizientes Management eine gesetzliche Regulierung des Status von Managern. Dieser Artikel hat das Ziel, Kontroversen über die traditionelle Agententheorie als theoretische Basis für Unternehmensführung darzustellen sowie andere Perspektiven zu diesem Thema zu diskutieren, die Erweiterungen der traditionellen Theorie sind oder auf wesentlich anderen Grundannahmen basieren. Die Analyse zeigt, dass das Übersteigen der Agententheorie ein besseres Verständnis der gesamten Palette von Modellen der Unternehmensführung sowie der vorgeschlagenen Veränderungen in diesem Bereich ermöglicht. Die in diesem Artikel verwendete Methode ist beschreibender und vergleichender Natur.
Jan Kultys (Sa.) hat diese Frage untersucht.