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Im 20. Jahrhundert ist Hunger zu einem Problem der Armut inmitten von Überfluss geworden, anstatt zu einer absoluten Nahrungsmittelknappheit. Die Frage ist, ob dies so bleiben wird oder ob der Hunger der Armen durch steigende Lebensmittelpreise erneut verschärft wird. In diesem Papier diskutieren wir biophysikalische Bedingungen, soziale Kräfte und nicht-lineare Interaktionen, die die globale Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln langfristig entscheidend beeinflussen können. Bis 2050 wird die globale Nachfrage nach primärer Phytomasse für Lebensmittel mehr als verdoppelt, während konkurrierende Ansprüche auf natürliche Ressourcen für andere Zwecke (einschließlich biobasierter Nicht-Lebensmittel) zunehmen werden. Eine nüchterne Bewertung des biophysikalischen Potenzials der Erde zur Biomassenproduktion, die konkurrierende Ansprüche und unvermeidbare Verluste berücksichtigt, deutet darauf hin, dass dieses Potenzial an sich immer noch groß genug ist, um diese steigende Nachfrage zu befriedigen. Allerdings erfolgt die Ausbeutung dieses biophysikalischen Potenzials durch technische Paradigmen, die ein relatives Maximum der Lebensmittelproduktion festlegen. Darüber hinaus verhindern sozioökonomische Mechanismen, dass die Nahrungsmittelwirtschaft schon vor Erreichen dieses Maximums an ihre Grenzen stößt. Infolgedessen könnten aktuelle Entwicklungen durchaus einen neuen Trendwechsel auf den internationalen Märkten mit sich bringen. Diese Entwicklungen umfassen die Erschöpfung von Land- und Wasserreserven, die Stagnation der potenziellen Erträge wichtiger Kulturpflanzen, den Anstieg der Energiepreise und die Art und Weise, wie systemische sozioökonomische Faktoren zu einer erheblichen Unterauslastung der Produktionsmöglichkeiten in der Entwicklungsländern führen. Angesichts dieser Bedingungen könnte die Vermeidung eines drastischen Anstiegs bei den Lebensmittelpreisen von der rechtzeitigen Lockerung sozioökonomischer Einschränkungen in Entwicklungsländern und von rechtzeitigen Durchbrüchen bei nachhaltigen Ertragssteigerungen, Biorefinierung und nicht-landwirtschaftlichen Produktionssystemen abhängen. Kurzsichtige Erwartungen lassen Zweifel aufkommen, ob spontane Marktkräfte die notwendigen Anreize dafür bieten werden, was einen Grund dafür darstellen könnte, dass gesellschaftliche Akteure die Notwendigkeit aktiverer Politiken in Betracht ziehen.
Koning et al. (Tue,) haben diese Frage untersucht.
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