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Zusammenfassung Die postkoloniale Theorie hat die Notwendigkeit betont, sorgfältig zu betrachten, wie gegenwärtige soziale und kulturelle Praktiken von Geschichte(n) des Kolonialismus geprägt sind. Dieser Artikel untersucht die Darstellungen des ‚Regenwaldes‘ und der ‚Natur‘ in British Columbia, Kanada, und verfolgt eine Reihe von ‚begrabenen Epistemologien‘, durch die neokoloniale Beziehungen in der Region affirmiert werden. Anhand aktueller Darstellungen des Waldes, die von der Forstwirtschaft und der Umweltbewegung angeboten werden, sowie den historischen Schriften eines prominenten Geologen und Amateur-Ethnologen des neunzehnten Jahrhunderts zeigt der Autor, wie ‚Natur‘ (‚Wildnis‘) als ein Bereich konstruiert wurde, der von ‚Kultur‘ getrennt ist. Darin sieht er die Möglichkeit für gegenwärtige Praktiken, die den ‚Wald‘ von seinem kulturellen Umfeld abstrahieren und ihn innerhalb der abstrakten Räume des Marktes, der Nation, und in jüngsten ökologischen Rhetoriken, der Biosphäre und der globalen Gemeinschaft, verorten. Damit bestreitet der Autor Annahmen, dass Kolonialismus nur ein ‚hässliches Kapitel‘ der kanadischen Geschichte ist, und argumentiert stattdessen, dass kolonialistische Praktiken und Rhetoriken weiterhin präsent, aber unreflektiert in vielen der Kategorien, Identitäten und repräsentationalen Praktiken, die heute sowohl in der öffentlichen Debatte als auch im wissenschaftlichen Management von ‚natürlichen Landschaften‘ und ‚Rohstoffen‘ verwendet werden, sind. So ist es angesichts der aktuellen Popularität von Konzepten wie nachhaltige Entwicklung, Biodiversitätsmanagement, Ökosystemwiederherstellung usw.—die das Risiko bergen, natürliche ‚Systeme‘ von ihrem kulturellen Umfeld zu abstrahieren—essenziell, die kolonialen Geschichte(n) und neokolonialen Rhetoriken zu erkennen, die weiterhin ‚allgemeinverständliche‘ Kategorien und Identitäten wie ‚Natur‘ und ‚Ressourcen‘ durchdringen. Schlüsselwörter: kulturelle Politik, Umweltbewegung, Natur, Postkolonialismus
Bruce Braun (Sa,) hat diese Frage untersucht.
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