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Ertrinken und Klimawandel sind beide bedeutende globale Gesundheitsbedrohungen, dennoch gibt es wenig Forschung, die den Klimawandel mit dem Ertrinkungsrisiko verknüpft. Die Forschung zur Epidemiologie, zu Risikofaktoren und zu Präventionsstrategien für unabsichtliches Ertrinken in einkommensstarken sowie in einkommensschwachen und einkommensmittleren Ländern hat das Verständnis erweitert, jedoch benötigt das Verständnis von Ertrinken im Zusammenhang mit Katastrophen und extremen Wetterereignissen mehr Forschungsfokus. Da Nationalstaaten und Forscher Maßnahmen gegen den Klimawandel fordern, wurde dessen Einfluss auf das Ertrinkungsrisiko weitgehend ignoriert. Diese aktuelle Übersicht betrachtet bestehende Literatur über den Klimawandel als einen Faktor, der zu Veränderungen der Ertrinkungsrisiken weltweit führt. Unter Verwendung ausgewählter klimawandelbedingter Risiken, die von der Weltmeteorologieorganisation identifiziert wurden, und wichtiger Risiken in Bezug auf die Ziele für nachhaltige Entwicklung als Rahmen betrachten wir die Ertrinkungsrisiken, die mit Hitzewellen, hydrometeorologischen Gefahren, Dürre und Wasserknappheit, beschädigter Infrastruktur, Zusammenbruch mariner Ökosysteme, Vertreibung sowie steigender Armut und Ungleichheit verbunden sind. Obwohl das Ausmaß der atmosphärischen Erwärmung ungewiss bleibt, ist der Einfluss des Klimawandels auf das Ertrinkungsrisiko bereits spürbar und kann nicht länger ignoriert werden. Es bedarf größerer Beweise zur Charakterisierung der Verbindungen zwischen Ertrinken und Klimawandel sowohl in einkommensstarken als auch in einkommensschwachen und einkommensmittleren Kontexten, und die Umsetzung und Evaluation von Ertrinkungsinterventionen müssen die Risiken des Klimawandels auf lokaler Ebene widerspiegeln, wobei sowohl geografische Variationen als auch die Konsequenzen von Ungleichheit berücksichtigt werden müssen. Darüber hinaus ist die Zusammenarbeit zwischen den Sektoren der Unfallverhütung, der Katastrophenrisikominderung und der Minderung des Klimawandels entscheidend, um zu verhindern, dass der Klimawandel den Fortschritt bei der Verhinderung von Ertrinkungen beeinträchtigt, und um weiter für die Minderung des Klimawandels als Mechanismus zur Reduzierung des Ertrinkungsrisikos zu plädieren.
Sindall et al. (Wed,) untersuchten diese Frage.