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Nachdem Pro-Israel und Pro-Arab Partisanen identische Proben der Berichterstattung über das Massaker von Beirut im Fernsehen der großen Netzwerke gesehen hatten, bewerteten sie diese Programme und die dafür Verantwortlichen als voreingenommen gegenüber ihrer Seite. Dieses Phänomen feindlicher Medien scheint mit dem Betrieb von zwei separaten Mechanismen verbunden zu sein. Erstens bewerteten die Partisanen die Fairness der Medienprobe von Fakten und Argumenten unterschiedlich: im Hinblick auf ihre eigenen abweichenden Ansichten über die objektiven Merkmale der Argumente beider Seiten und ihre entsprechenden Ansichten über die Natur unparteiischer Berichterstattung. Zweitens berichteten die Partisanen über unterschiedliche Wahrnehmungen und Erinnerungen an den Programminhalt selbst; das heißt, jede Gruppe berichtete von negativeren Hinweisen auf ihre Seite als positiven und jede sagte voraus, dass die Berichterstattung Unbeteiligte in eine feindliche Richtung beeinflussen würde. Innerhalb beider partisaner Gruppen war zudem ein größeres Wissen über die Krise mit stärkeren Wahrnehmungen von Medienvoreingenommenheit verbunden. Wir schlossen, dass Vorwürfe von Medienvoreingenommenheit mehr widerspiegeln könnten als eigennützige Versuche, bevorzugte Behandlung zu sichern. Sie könnten das Resultat der Funktionsweise grundlegender kognitiver und perceptueller Mechanismen sein, Mechanismen, die sich als relevant für Wahrnehmungen von Fairness oder Objektivität in einer Vielzahl von Mediations- und Verhandlungskontexten erweisen sollten.
Vallone et al. (Tue,) untersuchten diese Frage.