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ZIEL: Es gibt weit verbreitete Bedenken, dass die sogenannten Lockdown-Maßnahmen, einschließlich sozialer Distanzierung und Schulschließungen, die psychische Gesundheit von Kindern negativ beeinflussen könnten. Es fehlen jedoch direkte Beweise für jegliche Assoziation aufgrund der spärlichen longitudinalen Studien, die die psychische Gesundheit vor und während des Lockdowns berichten. Diese Studie bietet die erste longitudinale Untersuchung von Veränderungen in der psychischen Gesundheit von Kindern, einem Schlüsselbestandteil einer dringend benötigten Evidenzbasis, die Politik und Praxis im Zusammenhang mit der fortlaufenden Reaktion auf die COVID-19-Pandemie informieren kann. METHODEN: Psychische Gesundheitsbewertungen an 168 Kindern (im Alter von 7,6–11,6 Jahren) wurden vor und während des britischen Lockdowns (April-Juni 2020) durchgeführt. Die Bewertungen umfassten Selbstberichte, Berichte von Betreuern und Berichte von Lehrern. Die durchschnittlichen psychischen Gesundheitswerte vor und während des britischen Lockdowns wurden unter Verwendung von gemischten linearen Modellen verglichen. ERGEBNISSE: Es wurde ein signifikanter Anstieg der Depressionssymptome während des britischen Lockdowns festgestellt, gemessen mit der überarbeiteten Kinderangst- und Depressionsskala (RCADS) Kurzform. Die Konfidenzintervalle deuten auf eine mittlere bis große Effektgröße hin. Es gab keine signifikanten Veränderungen in der RCADS-Angstunterskala und der Unterskala für emotionale Probleme des Strengths and Difficulties Questionnaire. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Während des britischen Lockdowns haben die Depressionssymptome bei Kindern im Vergleich zu vor dem Lockdown erheblich zugenommen. Das Ausmaß dieses Effekts ist direkt relevant für die Fortführung verschiedener Elemente der Lockdown-Politik, wie z. B. vollständige oder teilweise Schulschließungen. Diese frühen Beweise für die direkten Auswirkungen des Lockdowns müssen jetzt mit größer angelegten epidemiologischen Studien kombiniert werden, die feststellen, welche Kinder am stärksten gefährdet sind und ihre zukünftige Genesung verfolgen.
Bignardi et al. (Mittwoch) untersuchten diese Frage.
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