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Windrow ist ein seit langem etablierter Begriff für die Ansammlungen von Meeresschaum, Algen, Plankton und natürlichem Abfall, die an der Oberfläche des Ozeans erscheinen. Hier definieren wir einen „Müllwindrow“ als jede Ansammlung von schwimmendem Müll im submesoskalaren Bereich (10 km horizontal), unabhängig von der Kraft, die die Oberflächenkonvergenz induziert, sei es durch Wind oder andere Kräfte wie Gezeiten oder dichtegetriebene Strömungen. Die bis heute beobachteten marinen Müllwindrows bilden in der Regel Streifen von mehreren Dutzend bis zu Tausenden von Metern Länge, mit Mülldichten, die oft mehr als 10 kleine Gegenstände (2 cm) pro m² oder 1 großes Objekt (2 cm) pro 10 m² übersteigen. Müllwindrows werden in der Forschung allgemein aufgrund ihrer Dispersion, kleinen Größe und flüchtigen Natur übersehen. Allerdings bietet die angewandte Forschung zu Windrows einzigartige Möglichkeiten, um das Wissen und die Verwaltung der marinen Müllverschmutzung voranzutreiben. Müllwindrows sind Hotspots der Interaktion mit dem Meeresleben. Darüber hinaus erfordert die Bildung dichter Müllwindrows insbesondere hohe Mengen an schwimmendem Müll in der Umwelt, sodass deren Erkennung durch weltraumbasierte Sensoren, Luftaufnahmen oder andere Plattformen zur Kennzeichnung von Bereichen und Zeiträumen schwerer Verschmutzung genutzt werden kann. Die Überwachung und Bewertung von Managementplänen, die Identifizierung von Verschmutzungsquellen oder die Verhinderung von Auswirkungen werden als einige der vielversprechendsten Anwendungsfelder für die marinen Müllwindrows identifiziert. In der vorliegenden Perspektive entwickeln wir ein konzeptionelles Rahmenwerk und weisen auf die wichtigsten Hindernisse, Chancen und methodischen Ansätze hin, um die Untersuchung von Müllwindrows zu adressieren.
Cózar et al. (Mi,) untersuchten diese Frage.