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Neuropsychiatrische Symptome wie Stimmungsschwankungen und Depressionen sind bei Patienten mit chronisch entzündlichen Erkrankungen wie Infektionen, Autoimmunerkrankungen oder Krebs häufig. Die Pathogenese dieser Symptome ist noch unklar. Pro-inflammatorische Stimuli stören nicht nur die neuronalen Schaltkreise und Neurotransmitter des serotonergen, sondern auch die des adrenergen Systems. Das pro-inflammatorische Zytokin Interferon-gamma stimuliert die Biosynthese von 5,6,7,8-Tetrahydrobiopterin (BH4), welches Cofaktor für mehrere aromatische Aminosäure-Monooxygenasen ist und somit stark an der Biosynthese des Neurotransmitters Serotonin sowie der Katecholamine Dopamin, Epinephrin (Adrenalin) und Noradrenalin beteiligt ist. In Makrophagen löst Interferon-gamma zudem eine hohe Produktion von reaktiven Sauerstoffspezies aus, die das oxidationslabile BH4 zerstören können. Jüngste Daten deuten darauf hin, dass der oxidative Verlust von BH4 in chronisch entzündlichen Zuständen die Biosynthese von Katecholaminen reduzieren kann, was mit gestörten adrenergen Neurotransmitterwegen bei Patienten in Verbindung stehen könnte.
Neurauter et al. (Mon,) haben diese Frage untersucht.