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Wir schlagen vor, dass Wettbewerbserfolg und -misslingen durch eine Ökologie des organisatorischen Lernens entstehen. Eine Organisation, die mit Wettbewerb konfrontiert ist, wird wahrscheinlich nach Möglichkeiten suchen, die Leistung zu verbessern. Wenn dies erfolgreich ist, führt diese Suche zu Lernen, das voraussichtlich die Wettbewerbsstärke der Organisation erhöht, was wiederum das Lernen bei ihren Rivalen auslöst - und sie somit zu stärkeren Wettbewerbern macht, was wiederum das Lernen in der ersten Organisation anregt. Wir erläutern die Bedingungen, unter denen dieser sich selbst verstärkende Prozess, der in der Evolutionstheorie als 'Rote Königin' bekannt ist, anpassungsfähig oder maladaptiv ist. Anpassungsfähige Folgen werden nur für kürzlich erfahrenes Lernen vorhergesagt. Erfahrungen aus der ferneren Vergangenheit des Lebens einer Organisation hingegen werden voraussichtlich in eine 'Kompetenzfalle' umschlagen. Wir sagen maladaptive Folgen voraus, wenn Organisationen zahlreichen, vielfältigen Konkurrenten gegenüberstehen. Wir unterscheiden diese Effekte empirisch anhand ökologischer Wettbewerbsmodelle. Schätzungen der Ausfallraten von Organisationen zeigen eine Rote Königin unter den Banken in Illinois und unterstützen unsere Vorhersagen.
Barnett et al. (Donnerstag) haben diese Frage untersucht.