Key points are not available for this paper at this time.
In diesem Artikel plädiere ich für eine besondere Form der teilnehmenden Beobachtung, die ich bevölkerungszentrierte Ethnografie nenne. Ich stelle dies zwei alternativen ethnografischen Ansätzen gegenüber: der persönlichen Ethnografie und der postulierten Ethnografie. In einer bevölkerungszentrierten Ethnografie ist der Text weder eine beschreibende Erzählung noch eine konzeptionelle Theorie; vielmehr fußt das Verständnis des Umfelds und seiner theoretischen Implikationen auf einer Reihe detaillierter Vignetten, die auf Feldnotizen, Interviewauszügen und den Texten basieren, die die Gruppenmitglieder produzieren. Der detaillierte Bericht, gekoppelt mit der Fähigkeit des Lesers, aus dem Umfeld zu verallgemeinern, steht im Zentrum dieser methodologischen Perspektive. Diese Form der Ethnografie basiert am effektivsten auf der Beobachtung einer interagierenden Gruppe, einem Setting, in dem man die organisierten Verhaltensroutinen erkunden kann. Ich demonstriere die Anwendung der bevölkerungszentrierten Ethnografie durch meine eigenen ethnografischen Untersuchungen und stelle diesen Ansatz klassischen Arbeiten aus anderen Ansätzen gegenüber.
Gary Alan Fine (Sat,) untersuchte diese Frage.