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Die Hypothese der sozialen Surrogation besagt, dass Menschen auf vorübergehende Ersatzlösungen, sogenannte soziale Surrogate, zurückgreifen, wenn direkte soziale Interaktion nicht möglich ist. In dieser explorativen Studie untersuchen wir soziale Motive für das Musikhören im Vergleich zum Fernsehen und Lesen von Belletristik. Dreißig Aussagen über mögliche soziale Gründe für die Mediennutzung wurden zusammengestellt. Nachdem 374 Teilnehmer ihre Zustimmung zu diesen Aussagen bewertet hatten, wurden sie auf sieben Kategorien reduziert: Gesellschaft, Gemeinsame Erlebnisse, Verständnis für andere, Erinnerungen, Isolation, Gruppenidentität und Kultur. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Musik als vorübergehender Ersatz für soziale Interaktion neben Fernsehprogrammen und Fiktion genutzt wird, dass es jedoch anders wirkt. Das Musikhören könnte als soziales Surrogat fungieren, indem es Erinnerungen an Beziehungspartner weckt oder durch Identifikationsprozesse. Es gibt überlappende Motive zwischen den Bereichen, aber die Auslösung von Nostalgie scheint dem Musikhören eigen zu sein. Die Ergebnisse motivieren zu weiteren Untersuchungen über die Auswirkungen des Musikhörens auf das sozio-emotionale Wohlbefinden.
Schäfer et al. (Fri,) untersuchten diese Frage.
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