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Woher kommt ‚das Internationale‘? Was erklärt seine Existenz als Dimension der menschlichen Welt? Dieser Artikel versucht, in drei Schritten eine Antwort zu geben, indem er die Idee der ‚ungleichen und kombinierten Entwicklung‘ (U&CD) verwendet. Zunächst wird ein Tiefenmodell konstruiert, das verschiedene Möglichkeiten vergleicht, ungleiche Entwicklung mit internationalen Beziehungen zu verknüpfen. Bisher haben sich diese Ansätze alle auf die Tatsache politischer Vielheit gestützt, anstatt sie zu erklären. Auf der Suche nach Erklärungen wendet sich der Artikel zweitens dem überzeugenden historischen soziologischen Argument von Barry Buzan und Richard Little zu. Dies lokalisiert die Ursprünge der Geopolitik in dem spätprähistorischen Übergang von Jäger-Sammler- zu sesshafter landwirtschaftlicher Existenz, zusammen mit den damit verbundenen Prozessen der sozialen Differenzierung und der Bildung proto-staatlicher Strukturen. Die Erklärung von Buzan und Little scheint zunächst die Notwendigkeit des Konzepts der U&CD zu verhindern. Doch bei näherer Betrachtung zeigt sich, dass Ungleichheit und Kombination eine Schlüsselrolle in ihrem empirischen Bericht spielen, ohne jedoch theoretisch erfasst zu werden. Der dritte Schritt des Arguments versucht daher zu zeigen, wie diese notwendige Teile des Prozesses sozialer Veränderung sind, den Buzan und Little beschreiben. Und so zeigt sich, dass die Ursprünge von ‚dem Internationalen‘ tatsächlich im ungleichen und kombinierten Charakter der historischen Entwicklung liegen.
Justin Rosenberg (Mi,) hat diese Frage untersucht.