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In den letzten Jahren gewann die Philosophie der beziehungszentrierten Versorgung in der Veterinärmedizin zunehmend an Bedeutung. Beziehungszentrierte Versorgung basiert auf einem Gemeinschaftsunternehmen zwischen Haustierbesitzern und Tierärzten und bietet daher die Möglichkeit, das Bedürfnis der Haustierbesitzer nach Mitbestimmung bei medizinischen Entscheidungen zu befriedigen und die beste Versorgung für den Patienten zu gewährleisten. Obwohl die Forschung zur beziehungszentrierten Versorgung in der veterinärmedizinischen Beratung noch begrenzt ist, deuten die verfügbaren Ergebnisse darauf hin, dass die Merkmale der beziehungszentrierten Versorgung die Erwartungen der Haustierbesitzer an eine zufriedenstellende tierärztliche Versorgung widerspiegeln. In dieser Studie wurde eine quantitative Umfrage unter deutschen Haustierbesitzern durchgeführt, die Informationen über ihre Wahrnehmung der Kommunikation der Tierärzte während der letzten Termine sammelte. Fragebögen waren online und in Papierform verfügbar. Die Daten wurden mithilfe der explorativen Faktorenanalyse und der strukturellen Gleichungsmodellierung mit SAS analysiert. Das erste Ziel der Studie war es, die strukturelle Gleichungsmodellierung (SEM) als Möglichkeit zur Bewertung quantitativer Daten im Bereich der Forschung zur beziehungszentrierten Versorgung zu erkunden. Darüber hinaus wurde SEM verwendet, um Zusammenhänge zwischen der Implementierung verschiedener Merkmale beziehungszentrierter Versorgung in der Tierarztpraxis (empathische Kommunikation, Partnerschaftsaufbau) und latenten Ergebnisvariablen bezüglich der Haustierbesitzer (Bedarf der Haustierbesitzer an weiteren Informationen, Konsultation konkurrierender Gesundheitsdienstleister) zu bewerten. N = 1270 valide Fragebögen wurden ausgefüllt. Die Teilnehmer besaßen in den letzten zwei Jahren kleine Begleittiere (55,6 %), Pferde (7,6 %) oder beides (36,9 %). Die Ergebnisse der SEM legen nahe, dass partnerschaftsorientierte und empathische Kommunikation den Informationsbedarf der Haustierbesitzer (z.B. aus Online-Quellen) und deren Bedürfnis, alternative Gesundheitsanbieter zu konsultieren (z.B. Homöopathen), verringerten. Besonders die Ansprache der Sorgen und Ängste der Haustierbesitzer, die Diskussion von Vor- und Nachteilen diagnostischer und therapeutischer Optionen sowie die Bereitstellung der erforderlichen Informationsmenge erwiesen sich als große Einflussfaktoren innerhalb des Modells. Daher wird Tierärzten empfohlen, das Konzept der partnerschaftsorientierten Versorgung in ihrer täglichen Praxis umzusetzen, da dies die Loyalität und Zufriedenheit der Haustierbesitzer erhöhen kann. Die Ergebnisse könnten zukünftige Forschungen auf diesem Gebiet motivieren. Eine weitere Entwicklung der vorgeschlagenen Modellannahmen könnte wertvolle Fortschritte im Bereich der quantitativen Forschung zur beziehungszentrierten Versorgung ermöglichen.
Küper et al. (Do,) untersuchten diese Frage.
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