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Stress wurde in der Psychologie umfassend untersucht. Erst kürzlich hat die Forschung jedoch begonnen, die Frage zu behandeln, wie es Individuen gelingt, sich von Stress zu erholen. Die Genesung von Stress wird als ein Prozess der Selbstregulation analysiert. Verschiedene individuelle Unterschiede, die die Effizienz der Selbstregulation beeinflussen, wurden in ein strukturiertes Modell des Genesungsprozesses integriert. Solche Variablen sind Handlungs- versus Zustandsorientierung (eine Tendenz, über z.B. eine vergangene Erfahrung nachzugrübeln) und volitionale Komponenten, wie Selbstbestimmung, Selbstmotivation, Emotionskontrolle, Grübeln und Selbstdisziplin. Einige dieser Komponenten werden als förderlich für die Genesung von Stress angesehen, während andere als förderlich für das Durchhalten bei Stress betrachtet werden. Das Modell wurde durch die empirischen Ergebnisse von drei unabhängigen Studien unterstützt (Studie 1, N=58; Studie 2, N=221; Studie 3, N=105). Die Action Control Scale von Kuhl maß die Handlungs- versus Zustandsorientierung. Volitionale Komponenten wurden mit dem Volitional Components Questionnaire von Kuhl und Fuhrmann bewertet. Die erlebte Stressmenge und die Genesung von Stress wurden mit dem Recovery-Stress Questionnaire von Kellmann und Kallus erfasst. Wie im Modell postuliert, war die Neigung zur Handlungs- versus Zustandsorientierung ein weiter entfernt liegender Faktor für die Genesung von Stress und das Durchhalten bei Stress. Die volitionalen Komponenten sind näher liegende Faktoren im Genesungsprozess. Handlungsorientierung fördert die Genesung von Stress durch angemessene volitionale Fähigkeiten, z.B. Selbstbestimmung, Selbstmotivation, Emotionskontrolle, während Zustandsorientierung ein Durchhalten bei Stress durch Grübeln und Selbstdisziplin begünstigt.
Beckmann et al. (Wed,) haben diese Frage untersucht.