Key points are not available for this paper at this time.
Die Beziehung zwischen Neuroinflammation und Depression ist ein komplexes Forschungsfeld, das in den letzten Jahren erhebliche Aufmerksamkeit erhalten hat. Neuroinflammation, gekennzeichnet durch die Aktivierung von Gliazellen und die Freisetzung von proinflammatorischen Zytokinen, wird mit der Pathophysiologie der Depression in Verbindung gebracht. Die Beziehung zwischen Neuroinflammation und Depression ist bidirektional; Entzündungen können nicht nur zum Auftreten von depressiven Symptomen beitragen, sondern auch die Depression selbst kann entzündliche Reaktionen verschärfen, was einen Teufelskreis schafft, der die Behandlung und Genesung kompliziert. Die vorliegende umfassende Überprüfung zielt darauf ab, die aktuellen Erkenntnisse über das Zusammenspiel von Neuroinflammation und Depression sowie die Mechanismen, Risikofaktoren und therapeutischen Implikationen zu erforschen. Die Mechanismen, durch die Neuroinflammation depression-ähnliche Verhaltensweisen induziert, sind vielfältig. Neuroinflammation kann proinflammatorische Zytokine erhöhen, die hypothalamus-hypophysen-adrenalen (HPA) Achse aktivieren und die Serotoninsynthese beeinträchtigen, was alles zu depressiven Symptomen beiträgt. Darüber hinaus wurde die Aktivierung von Mikroglia mit der Freisetzung entzündlicher Mediatoren in Verbindung gebracht, die die neuronale Funktion stören und zu affektiven Störungen beitragen können. Stressinduzierten neuroinflammatorischen Reaktionen können zur Freisetzung von proinflammatorischen Zytokinen führen, die nicht nur die Gehirnfunktion beeinträchtigen, sondern auch Verhalten und Stimmung beeinflussen. Das Verständnis dieser Mechanismen ist entscheidend für die Entwicklung gezielter Therapien, die die Auswirkungen von Neuroinflammation auf affektive Störungen mindern können.
Sălcudean et al. (Fri,) haben diese Frage untersucht.