Diese Studie untersucht die sich entwickelnden Rollen und die Ikonographie der sieben Hathoren und verfolgt ihre Transformation von ägyptischen Textreferenzen zu ihren ritualisierten Darstellungen in der Tempelkünstlerkunst während der griechisch-römischen Periode. Durch eine multidisziplinäre Analyse literarischer und visueller Quellen dokumentiert die Forschung einen Wechsel von unsichtbaren Schicksalsverkündern und orakelhaften Figuren zu verkörperten mütterlichen Gottheiten und kosmischen Musikern. In späteren Tempelszenen wird ihre Darstellung zunehmend standardisiert: gekrönte Frauen, die rituelle Instrumente tragen oder göttliche Kinder zärtlich stillen. Diese Entwicklung bedeutet ihre erweiterte Rolle als Nährende, Beschützer und Harmoniser von kosmischer und königlicher Ordnung. Eine vergleichende Analyse hebt symbolische Affinitäten zu den griechischen Plejaden hervor und deutet auf einen möglichen interkulturellen Dialog hin, der in gemeinsamen himmlischen Motiven und mythologischen Funktionen verwurzelt ist. Während die Transformation ihrer funktionalen Identität gut belegt ist, bleibt der Einfluss der griechischen Tradition nur teilweise validiert und lädt zu weiterer interdisziplinärer Forschung ein. Letztlich erscheinen die sieben Hathoren als facettenreiche Figuren, deren Darstellung sowohl interne religiöse Entwicklungen als auch interkulturelle Integration in einem dynamischen historischen Kontext widerspiegelt.
Wessam Fekry Ibrahim Moussa (Mon,) hat diese Frage untersucht.