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Sozialkapital bezieht sich auf die Merkmale sozialer Beziehungen – wie etwa die Ebenen interpersonalen Vertrauens und Normen der Reziprozität und gegenseitigen Hilfe –, die kollektives Handeln zum gegenseitigen Vorteil erleichtern. Es wird angenommen, dass Sozialkapital eine wichtige Rolle im Funktionieren des Gemeinschaftslebens in verschiedenen Bereichen spielt, von der Prävention von Jugenddelinquenz und Kriminalität über die Förderung einer erfolgreichen Jugendentwicklung bis hin zur Verbesserung von Schulbildung und Bildung sowie zur Ermutigung politischer Beteiligung. In letzterer Zeit haben Forscher begonnen, das Konzept anzuwenden, um die Unterschiede im Gesundheitsstatus über geografische Lokalitäten hinweg zu erklären. In ersten Analysen scheint es so zu sein, dass je höher die Bestände an Sozialkapital sind (gemessen an Vertrauens- und Reziprozitätsindikatoren in sozialen Umfragen), desto höher ist auch die Gesundheit der betreffenden Region. Die Stärkung des Sozialkapitals innerhalb von Gemeinschaften könnte einen wichtigen Weg zur Verringerung von sozioökonomischen Ungleichheiten in der Gesundheit bieten.
Ichiro Kawachi (Wed,) studierte diese Frage.