Key points are not available for this paper at this time.
Die Verwendung von Schnee- und Eiskernen als Aufzeichnungsinstrumente für Umweltkontaminierung ist insbesondere relevant für per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS), angesichts ihrer Produktionsgeschichte, unterschiedlicher Quellenregionen und der verschiedenen Mechanismen, die ihre globale Verteilung vorantreiben. In einer einzigartigen Studie wurden perfluorierte Alkylsäuren (PFAAs) in datierten Schneekernen analysiert, die aus hochgelegenen Gletschern auf dem tibetischen Hochplateau (TP) stammen. Ein Schneekern wurde aus dem Gletscher Mt Muztagata (Akkumulationszeitraum von 1980-1999) entnommen, der in Tibet im Westen liegt, und ein zweiter Kern aus Mt. Zuoqiupo (Akkumulationszeitraum: 1996-2007) im Südosten Tibets, wobei frischer Oberflächenschnee 2010 in der Nähe des Namco-Sees (südliches Tibet) gesammelt wurde. Die höheren Konzentrationen von ∑PFAAs wurden im älteren Kern von Mt Muztagata beobachtet und dominiert von Perfluorooctansulfonsäure (PFOS) (61,4-346 pg/L) und Perfluorooctansäure (PFOA) (40,8-243 pg/L), während im Kern von Mt Zuoqiupu die Konzentrationen niedriger waren (z.B. PFOA: 37,8-183 pg/L) mit PFOS unterhalb der Nachweisgrenze. Diese Unterschiede in den PFAA-Konzentrationen und im Zusammensetzungsprofil spiegeln wahrscheinlich die upwind Quellen wider, die die jeweiligen Standorte beeinflussen (z.B. europäische/zentrale asiatische Quellen für Mt Muztagata und indische Quellen für Mt Zuoqiupu). Perfluorbuttersäure (PFBA) dominierte den aktuellen Oberflächenschneepack des Namco-Sees, der hauptsächlich mit indischen Quellen assoziiert ist, wo die kürzeren, flüchtigen PFAS-Vorstufen vorherrschen. Die Verwendung von Schneekernen in verschiedenen Teilen Tibets bietet nützliche Aufzeichnungsinstrumente, um den Einfluss unterschiedlicher PFAS-Quellenregionen zu untersuchen und die sich ändernde Produktion/Nutzung von PFAS in der Nordhalbkugel widerzuspiegeln.
Wang et al. (Mon,) untersuchten diese Frage.