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Frühere Forschungen legen nahe, dass wahrgenommene negative Behandlung durch Polizeibeamte Auswirkungen auf die Bereitschaft der Opfer haben kann, Informationen mit der Polizei zu teilen. Dies könnte erklären, warum insbesondere wiederholte Opfer seltener bereit sind, mit der Polizei zu kooperieren. Die aktuelle Studie untersucht, warum dies so sein könnte, indem sie Tiefeninterviews mit 32 Verbrechensopfern führt, die kürzlich ihre Opferwerdung von Eigentumsdelikten oder Gewaltdelikten bei der Polizei angezeigt hatten. Die Ergebnisse zeigen, dass Opfer beider Arten von Verbrechen ähnliche Gedanken darüber hatten, was als faire Behandlung angesehen wurde. Opfer, die tief von dem Verbrechen und/oder dem Täter betroffen waren, hielten es ebenfalls für wichtig, dass die Polizei eine klare Haltung gegen das Verbrechen einnahm. Während eine rasche Fallbearbeitung für Opfer von Eigentumsdelikten wichtiger zu sein schien als die Ermittlungsaktionen der Polizeibeamten und das Ergebnis, erwarteten Opfer von Gewaltdelikten, dass die Polizei den Täter findet, um ihm klarzumachen, dass ein solches (rechtswidriges) Verhalten nicht toleriert wird. Wenn Opfer von Gewaltdelikten das Gefühl hatten, dass die Polizei in dieser Aufgabe versagt hatte, fühlten sie sich von der Polizei im Stich gelassen. Dieses Gefühl hatte nicht nur negative Folgen für die Bereitschaft dieser Opfer zur Zusammenarbeit, sondern konnte sogar Gefühle des Vigilantismus hervorrufen, insbesondere bei Opfern von Gewaltdelikten, die ihren Täter kannten. Die Auswirkungen auf die Politik und die zukünftige Forschung werden diskutiert.
Koster et al. (Thu,) untersuchten diese Frage.