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Im postkommunistischen Russland muss man, wenn man über neue Kommunikationstechnologien spricht, fragen, was `neu' und was `alt' ist. Bereits in der kommunistischen Ära verstärkte die zunehmende Verfügbarkeit neuer Kommunikationstechnologien (zum Beispiel Faxgeräte und E-Mail) billige `kleine' Technologien als Alternative zu `großen' und teuren Technologien, die vom Staat kontrolliert wurden. Neue Kommunikationstechnologien, an der Schnittstelle zwischen Massen- und zwischenmenschlicher Kommunikation, waren für die Behörden schwieriger zu kontrollieren und verstärkten den Prozess, durch den Kommunikation der politischen Kontrolle entglitt. Die Einführung neuer Kommunikationstechnologien verlief im postkommunistischen Russland im Vergleich zu westlichen Ländern langsam, da sie durch etablierte Staatsstrukturen eingeschränkt ist. Der Artikel schlussfolgert, dass, obwohl neue Kommunikationstechnologien neue Möglichkeiten für Individuen bieten, alte Technologien und Strukturen Grenzen für das Wachstum des Neuen setzen.
Terhi Rantanen (Do,) hat diese Frage untersucht.