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HINTERGRUND: Der leichte Zugang zu Pornografie hat ihren Konsum unter Jugendlichen alltäglich gemacht. Obwohl Jugendliche aus sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten (SGM) (z. B. schwul, transgender) aufgrund der Informationssuche bezüglich ihrer sexuellen Orientierung und/oder eines Mangels an potenziellen romantischen oder sexuellen Partnern eher dazu neigen könnten, Pornografie zu konsumieren, wurde ihrem Pornografiekonsum sowie der quantitativen Untersuchung von Ähnlichkeiten und Unterschieden zwischen den Merkmalen des Pornografiekonsums heterosexueller, cisgender (HC) und SGM-Jugendlicher relativ wenig Aufmerksamkeit geschenkt. ZIEL: Das Ziel der vorliegenden Studie war es, den Pornografiekonsum von SGM- und HC-Jugendlichen unter Berücksichtigung potenzieller Geschlechtsunterschiede zu vergleichen. METHODEN: = 14,5 Jahre, SD = 0,6), die im Rahmen einer laufenden Längsschnittstudie zur sexuellen Gesundheit von Jugendlichen erhoben wurden. Die Daten wurden anhand von 5 Gruppen analysiert: HC-Jungen; HC-Mädchen; SGM-Jungen; SGM-Mädchen; und nicht-binäre SGM-Personen. OUTCOMES: Die Jugendlichen füllten einen Selbstauskunftsfragebogen zum Status bezüglich sexueller und geschlechtlicher Minderheiten sowie zum Pornografiekonsum aus (d. h. Lebenszeitkonsum, Alter bei Erstkontakt und Konsumhäufigkeit in den letzten 3 Monaten). ERGEBNISSE: Die Ergebnisse zeigten signifikante Unterschiede zwischen allen Gruppen: 88,2 % der HC-Jungen, 78,2 % der SGM-Jungen, 54,2 % der SGM-Mädchen, 39,4 % der HC-Mädchen und 29,4 % der nicht-binären SGM-Personen gaben an, bis zum Alter von 14 Jahren jemals Pornografie konsumiert zu haben. SGM-Mädchen gaben ein signifikant jüngeres Alter beim ersten Pornografiekonsum an als HC-Mädchen, dieser Unterschied war jedoch bei den Jungen nicht signifikant. SGM-Jungen berichteten über die höchste (Median: mehrmals pro Woche), während HC-Mädchen über die niedrigste (Median: weniger als einmal pro Monat) Häufigkeit des Pornografiekonsums berichteten. KLINISCHE TRANSLATION: Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Merkmale des Pornografiekonsums von SGM- und HC-Jungen recht ähnlich sind, wohingegen die Muster des Pornografiekonsums von SGM- und HC-Mädchen vermutlich aufgrund unterschiedlicher zugrunde liegender Motivationen (z. B. Nutzung von Pornografie zur Bestätigung der sexuellen Orientierung) als verschieden angesehen werden können. STÄRKEN 17:1156-1167.
Bőthe et al. (Tue,) untersuchten diese Frage.