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Ein aktuelles Programm, das verhandelte und reziproke Formen des sozialen Austauschs vergleicht, bietet wichtige Implikationen für die Theorieentwicklung. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen zeigen, dass die untersuchte Austauschform - verhandelt oder reziprok - viele der Prozesse und Annahmen beeinflusst, auf denen zeitgenössische Theorien des Austauschs basieren. Hier werden drei solcher Effekte diskutiert. Erstens beeinflusst die Austauschform die ursächlichen Mechanismen, die der Nutzung von Macht zugrunde liegen, und die Beziehung zwischen Netzwerkstruktur und Macht. Zweitens beeinflusst, ob der Austausch verhandelt oder reziprok ist, die relative Betonung von Lern- oder rationalen Wahlmodellen sowie die Breite der angenommenen Motive für „eigeninteressierte“ Akteure, einschließlich Belohnungsmaximierung, Verlustvermeidung und Reziprozität. Drittens beeinflusst die Austauschform die Salienz der kooperativen und wettbewerbsorientierten „Gesichter“ des Austauschs und beeinflusst die subjektiven Erfahrungen der Akteure mit dem Austausch. Diese Ergebnisse zeigen die Grenzen von Theorien, die auf einer einzigen Austauschform basieren, und die Notwendigkeit eines größeren Verständnisses der gesamten Bandbreite von Austauschformen, die das soziale Leben kennzeichnen.
Linda D. Molm (Wed,) untersuchte diese Frage.
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