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Aktuelle Studien deuten darauf hin, dass kognitive und verhaltenstherapeutische Interventionen langanhaltende Effekte haben, die das Risiko eines erneuten Auftretens von Symptomen nach Beendigung der Behandlung reduzieren. Diese langanhaltenden Effekte wurden am deutlichsten im Hinblick auf Depressionen und Angststörungen nachgewiesen. Es bleibt unklar, ob diese Effekte eine Folge der Verbesserung der ursächlichen Prozesse sind, die das Risiko erzeugen, oder ob es sich um die Einführung von kompensatorischen Strategien handelt, die diese ausgleichen, und ob diese Effekte die Mobilisierung kognitiver oder anderer Mechanismen widerspiegeln. Solche langanhaltenden Effekte wurden bei psychoaktiven Medikamenten nicht beobachtet, die weitgehend palliativ erscheinen. Andere psychosoziale Interventionen sind größtenteils ungetestet geblieben, obwohl schon lange Behauptungen aufgestellt wurden, dass sie nachhaltige Veränderungen bewirken. Ob solche langanhaltenden Effekte auch auf andere Störungen zutreffen, bleibt abzuwarten, aber die Fähigkeit, das Risiko nach Beendigung der Behandlung zu reduzieren, ist eines der Hauptvorteile, die die kognitiven und verhaltenstherapeutischen Interventionen bei der Behandlung von Depressionen und Angststörungen bieten.
Hollon et al. (Thu,) haben diese Frage untersucht.