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Die durch Vpr vermittelte Induktion des G2-Zellzyklusarrests wird als wichtig für die Replikation des humanen Immundefizienzvirus Typ 1 (HIV-1) angesehen, jedoch ist die genaue Rolle von Vpr in diesem Zellzyklusarrest unklar. In der vorliegenden Studie haben wir gezeigt, dass HIV-1 Vpr mit dem beschädigten DNA-bindenden Protein 1 (DDB1) interagiert, jedoch nicht mit seinem Partner DDB2. Die Interaktion von Vpr mit DDB1 wurde inhibiert, als die Expression von DCAF1 (VprBP) durch die Behandlung mit kurzer intervenierender RNA (siRNA) reduziert wurde. Der Vpr-Mutant (Q65R), der defekt in der Interaktion mit DCAF1 war, hatte ebenfalls einen Defekt in der Bindung an DDB1. Allerdings war die Bindung von Vpr an DDB1 nicht ausreichend, um den G2-Arrest auszulösen. Eine Reduktion der DDB1- oder DDB2-Expression in Abwesenheit von Vpr führte ebenfalls nicht zur Induktion des G2-Arrests. Auf der anderen Seite war der durch Vpr induzierte G2-Arrest beeinträchtigt, wenn der intrazelluläre Spiegel von DDB1 oder Cullin 4A durch siRNA-Behandlung reduziert wurde. Darüber hinaus wurde der durch Vpr induzierte G2-Arrest größtenteils durch einen Proteasom-Inhibitor aufgehoben. Diese Daten deuten darauf hin, dass Vpr mit DDB1 interagiert, um durch die Interaktion mit DCAF1 eine E3-Ubiquitinligase zu bilden, die zelluläre Substrate für die proteasomvermittelte Degradation und den G2-Arrest anvisiert.
Tan et al. (Do,) haben diese Frage untersucht.