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Das Modell von Nisbett (1972) zur Fettleibigkeit impliziert, dass individuelle Unterschiede in der relativen Deprivation (relativ zum Sollgewicht) innerhalb von fettleibigen und normalgewichtigen Gruppen entsprechende Unterschiede im Essverhalten innerhalb der Gruppen erzeugen sollten. Normalgewichtige Probanden wurden hypothetisch in deprivierte (hohe Kontrolle) und nicht-deprivierte (geringe Kontrolle) Gruppen eingeteilt. Die Erwartung, dass die Nahrungsaufnahme der Probanden mit hoher Kontrolle direkt mit der Größe der Vorbelastung variieren würde, während Probanden mit geringer Kontrolle in umgekehrtem Verhältnis zur Größe der Vorbelastung essen würden, wurde bestätigt. Es wurde der Schluss gezogen, dass relative Deprivation und nicht Fettleibigkeit an sich der entscheidende Faktor für individuelle Unterschiede im Essverhalten sein könnte. Dabei wurde das Konzept der "Kontrolle" als wichtiger Verhaltensmechanismus betrachtet, der die Ausdrucksweise physiologisch bedingten Hungers beeinflusst.
Herman et al. (Mon,) haben diese Frage untersucht.