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Die Menge an intraabdominalem (viszeralem) Fett ist ein wichtiger Faktor für Störungen im Lipid- und Glukosestoffwechsel. Querschnittsstudien bei Frauen haben Zusammenhänge zwischen hohen Androgenspiegeln und der Ansammlung von viszeralem Fett gefunden. Die ursächliche Beziehung zwischen diesen Phänomenen ist unbekannt. Wir haben daher prospektiv den Effekt der Testosteronverabreichung auf die Körperfettverteilung bei 10 jungen, nicht fettleibigen Transsexuellen von Frau zu Mann, die sich einer Geschlechtsumwandlung unterzogen, untersucht. Vor, nach 1 Jahr und nach 3 Jahren Testosteronverabreichung wurden Magnetresonanztomografien auf Höhe des Bauches, der Hüfte und des Oberschenkels durchgeführt, um sowohl subkutane als auch viszerale Fettdepots zu quantifizieren. Nach 1 Jahr Testosteronverabreichung zeigten die subkutanen Fettdepots auf allen Ebenen signifikante Reduktionen im Vergleich zu den Ausgangswerten. Die durchschnittliche Fläche des viszeralen Fetts änderte sich nicht signifikant, aber Probanden, die im ersten Jahr nach der Testosteronverabreichung an Gewicht zunahmen, zeigten einen Anstieg des viszeralen Fetts. Nach 3 Jahren Testosteronverabreichung waren die subkutanen Fettdepots im Vergleich zu den Messungen vor der Behandlung nicht mehr signifikant niedriger, aber das durchschnittliche viszerale Fettdepot hatte sich signifikant um 13 cm2 (95% Konfidenzintervall, 4-22 cm2) erhöht, was einen relativen Anstieg von 47% (95% Konfidenzintervall, 8-91%) gegenüber dem Ausgangswert darstellt. Der Anstieg des viszeralen Fettes war bei den Probanden am ausgeprägtesten, die an Gewicht zugenommen hatten. Wir schließen daraus, dass eine langfristige Testosteronverabreichung bei jungen, nicht fettleibigen Frauen die Menge an viszeralem Fett erhöht. Darüber hinaus führt eine Gewichtszunahme in diesem hyperandrogenen Zustand zu einer bevorzugten Fettspeicherung im viszeralen Depot.
Elbers et al. (Tue,) haben diese Frage untersucht.