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HINTERGRUND: Junge Brustkrebsüberlebende müssen oft mit den negativen Auswirkungen von Behandlungen auf die Fruchtbarkeit und komplexen reproduktiven Entscheidungen umgehen. In dieser systematischen Übersicht beleuchten wir, was über die Haltungen und Entscheidungen zur Familiengründung und Elternschaft von jungen Brustkrebsüberlebenden aus deren eigener Perspektive bekannt ist. METHODEN: Wir führten manuelle und elektronische Suchen in den Datenbanken Pubmed, PsychInf und CINAHL nach Artikeln durch, die zwischen dem 1. Januar 1990 und dem 31. Oktober 2012 in englischer Sprache veröffentlicht wurden und die Haltungen/Entscheidungen zur Familiengründung, Schwangerschaft und Elternschaft von weiblichen Brustkrebsüberlebenden (prämensopausal und/oder <50 Jahre alt) bewerteten. Geeignete Artikel wurden in quantitative Studien, qualitative Studien und Studien mit gemischten Methoden klassifiziert. Die Daten aus jeder Studie wurden von allen Autoren individuell extrahiert, und standardisierte Tabellen wurden erstellt und diskutiert, um die Übereinstimmung der extrahierten Informationen zu gewährleisten. ERGEBNISSE: Von den 493 Veröffentlichungen, die in PubMed identifiziert wurden (die Ergebnisse werden für PubMed-Suchen dargestellt, da die anderen Datenbanken keine neuen relevanten Artikel lieferten), erfüllten 8 die Einschlusskriterien, zusätzlich zu 2 manuell retrievalisierten Veröffentlichungen. Insgesamt 10 Studien lieferten Informationen über Haltungen und Entscheidungen zu Schwangerschaft und Elternschaft, zusätzlich zu Risiken und Nutzen der Familiengründung nach Brustkrebs. Überlebende hatten gemischte Einstellungen zu diesem Thema. Angst im Zusammenhang mit zukünftiger Schwangerschaft wurde berichtet, nämlich das Risiko eines Rückfalls. Für viele Überlebende kann Schwangerschaft und Elternschaft jedoch Normalität, Glück und Lebensverwirklichung darstellen. FAZIT: Familiengründung nach Brustkrebs ist ein wichtiges Thema für Überlebende. Zukünftige größere und prospektive Studien sollten durchgeführt werden, um die Gewissheit über die Schlussfolgerungen der aktuellen Forschung zu erhöhen. Kliniker könnten von einem tieferen Verständnis der Bedeutung von Schwangerschaft und Elternschaft für Überlebende profitieren, um die erforderlichen Bildungs- und psychosozialen Unterstützungsangebote bereitzustellen, Fehlinformationen zu überwinden und Frauen besser bei ihren fruchtbarkeitsbezogenen Entscheidungen zu unterstützen.
Gonçalves et al. (Fri,) haben diese Frage untersucht.