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Zusammenfassung: Inotuzumab Ozogamicin ist ein auf CD22 gerichteter Antikörper, der an Calicheamicin konjugiert ist und bei Erwachsenen mit rezidivierter oder refraktärer (R/R) B-Zell- akuter lymphoblastischer Leukämie (BCP-ALL) zugelassen ist. Patienten im Alter von 1-18 Jahren mit R/R CD22 + BCP-ALL wurden mit der RP2D von 1,8 mg/m² behandelt. Mit einem einstufigen Design, bei dem eine Gesamteantwortquote (ORR) von ≤ 30% als nicht vielversprechend und eine ORR von > 55% als erwartet definiert wurde, mussten 25 Patienten rekrutiert werden, um eine Teststärke von 80% auf dem Signifikanzniveau von 0,05 zu erreichen. Zweiunddreißig Patienten wurden eingeschlossen, 28 wurden behandelt, 27 waren auswertbar für die Antwort. Die geschätzte ORR betrug 81,5% (95%CI: 61,9–93,7%) und 81,8% (18/22) der ansprechenden Probanden waren negativ für minmale Restkrankheit (MRD). Die Studie erreichte ihren primären Endpunkt. Der Median der Nachbeobachtungszeit bei Überlebenden betrug 16 Monate (IQR: 14,49–20,07). Die Ein-Jahres-Ereignis-freie Überlebensrate betrug 36,7% (95% CI: 22,2–60,4%) und das Gesamtüberleben betrug 55,1% (95% CI: 39,1−77,7%). Achtzehn Patienten erhielten eine Konsolidierung (mit HSCT und/oder CAR-T-Zelltherapie). Ein sinusoidales Obstruktionssyndrom (SOS) trat bei sieben Patienten auf. Die MRD-Negativität schien in vitro mit der Sensitivität gegenüber Calicheamicin korreliert zu sein, nicht jedoch mit der CD22-Oberflächenexpression, der Sättigung oder der Internalisierung. InO war in dieser Population wirksam. Das relevanteste Risiko war das Auftreten von SOS, insbesondere wenn die InO-Behandlung von HSCT gefolgt wurde.
Pennesi et al. (Mon,) untersuchten diese Frage.