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Dieses Papier untersucht das Risikomanagement in der Softwareentwicklung auf neuartige Weise und betont, wie Manager mit Softwarerisiken durch sequenzielle Aufmerksamkeitsformung und Intervention umgehen. Softwarerisiken werden als inkongruente Zustände innerhalb eines soziotechnischen Modells organisatorischen Wandels interpretiert, das Aufgaben, Struktur, Technologie und Akteure umfasst. Eine solche Inkongruenz kann zu Misserfolgen bei der Entwicklung oder Implementierung des Systems führen und somit zu erheblichen Verlusten. Basierend auf diesem Modell synthetisieren wir eine Reihe von Software-Risikofaktoren und Risikolösungstechniken, die die soziotechnischen Komponenten und deren Wechselwirkungen abdecken. Wir verwenden das Modell, um zu analysieren, wie vier klassische Risikomanagementansätze – McFarlans Portfolioansatz, Davis' Kontingenzansatz, Boehms Software-Risikoansatz und Alters und Ginzbergs Implementierungsansatz – die Aufmerksamkeit des Managements beeinflussen. Diese Analyse zeigt, dass sich die vier Ansätze in ihrer Auffassung von der Rolle des Managers und möglichen Aktionen erheblich unterscheiden. Wir raten Managern, sich der Einschränkungen jedes Ansatzes bewusst zu sein und sie zu kombinieren, um umfassende Risikomanagementpraktiken in einem Kontext zu orchestrieren. Insgesamt bietet das Papier eine neue Interpretation des Risikomanagements in der Softwareentwicklung, die über einen engen systemrationalistischen Ansatz hinausgeht, indem es eine kontingente, kontextuelle und multivariate Sicht auf die Softwareentwicklung vorschlägt.
Lyytinen et al. (Tue,) haben diese Frage untersucht.