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Obwohl bekannt ist, dass Psychotherapie bei der Behandlung psychischer Störungen wirksam ist, ist viel weniger über die unerwünschten Wirkungen psychotherapeutischer Interventionen bekannt. Ziel dieser systematischen Überprüfung ist es, die Definition, Häufigkeit, Art und Schwere der unerwünschten Wirkungen zu untersuchen, die parallel zur oder nach psychotherapeutischer Behandlung auftreten, und sie mit Kontrollgruppen zu vergleichen. Alle registrierten randomisierten kontrollierten Studien, die seit 2004 veröffentlicht wurden (Veröffentlichungsjahr der Erweiterung zur Berichterstattung von Schäden der CONSORT-Erklärung) mit erwachsenen Patienten, die die klinischen Kriterien definierter psychischer Störungen erfüllen und die individuelle oder Gruppentherapie mit einer Kontrollgruppe vergleichen, werden einbezogen. Zuerst wird eine Suche durch internationale Studienregister sowie eine Suche in Literaturdatenbanken (z. B. MEDLINE) und in einschlägigen Fachzeitschriften (z. B. Trials) nach Studienprotokollen durchgeführt, um geeignete Studien zu identifizieren. In einem zweiten Schritt werden wir nach entsprechenden Veröffentlichungen der Ergebnisse der geeigneten Studien suchen. Veröffentlichungen werden abgerufen und auf Eignung überprüft. Zwei zuvor geschulte, unabhängige Bewerter werden die Daten doppelt extrahieren. Die Berichterstattung über unerwünschte Wirkungen wird descriptiv hinsichtlich Häufigkeit, Heterogenität und longitudinalem Verlauf analysiert. Wir werden zudem die unerwünschten Wirkungen psychotherapeutischer Interventionen mit verschiedenen Kontrollgruppen vergleichen. Für jedes kategoriale Ergebnis werden wir relative Risiken (RR) zusammen mit 95 %-Konfidenzintervallen berechnen. Für kontinuierliche Ergebnisse werden standardisierte Mittelwertunterschiede (Hedges’ g) mit einem 95 %-Konfidenzintervall berechnet. Die Heterogenität zwischen den Studien wird mit der Q-Statistik getestet und mit I2 quantifiziert. Die Vorauswahl von Studien in Bezug auf randomisierte kontrollierte Studien könnte Verzerrungen verursachen, die durch Ausfälle vor Beginn der Behandlung oder am Ende der Behandlung bedingt sind. Wir werden jedoch die negativen Auswirkungen der Randomisierung gründlich bewerten, z. B. Gründe für die Nicht-Randomisierung, falls berichtet. Auch wenn verzögerte unerwünschte Wirkungen in randomisierten kontrollierten Studien möglicherweise übersehen werden, sind dies die einzigen Quellen kausaler Beweise. PROSPERO Internationales Register von systematischen Übersichten 2017: CRD42017055507 (17. Januar 2017)
Klatte et al. (Fri,) haben diese Frage untersucht.