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Der Einsatz von Tieren in der biomedizinischen Forschung wird allgemein durch die potenziellen Vorteile für die Gesundheit von Menschen, anderen Tieren oder der Umwelt gerechtfertigt. Allerdings erfordert die ethische Akzeptabilität auch, dass Wissenschaftler den Schaden für Tiere in ihrer Forschung begrenzen. Die Ausbildung in der Labor-Tierwissenschaft (LAS) hilft Wissenschaftlern dabei, indem sie bewährte Praktiken und die 3Rs fördert. Diese Studie bewertete das Bewusstsein und die Anwendung der 3Rs bei Wissenschaftlern sowie deren Ansatz zu anderen ethischen Fragestellungen in der Tierversuchsführung. Sie basierte auf einer Online-Umfrage unter Teilnehmern von LAS-Kursen, die an acht Veranstaltungsorten in vier europäischen Ländern stattfanden: Portugal (Porto, Braga), Deutschland (München, Heidelberg), der Schweiz (Basel, Lausanne, Zürich) und Dänemark (Kopenhagen). Die Umfragefragen wurden entwickelt, um allgemeine Einstellungen zum Einsatz von Tieren in der biomedizinischen Forschung, Ersatzalternativen, Konflikte bezüglich Reduktion und Verfeinerung sowie die Nutzen-Schaden-Analyse zu bewerten. Die Umfrage wurde zweimal durchgeführt: unmittelbar vor dem Kurs ('BC', N = 310) und als Nachbefragung sechs Monate nach dem Kurs ('AC', N = 127). Obwohl die Kurse das Bewusstsein für die 3Rs zu fördern scheinen, hatten sie keinen messbaren Einfluss auf das bestehende niedrige Niveau des Glaubens, dass Tierversuche vollständig durch nicht-tierische Methoden ersetzt werden können. Die meisten Forscher gaben ethische Bedenken bezüglich ihrer Arbeit zu und berichteten, dass sie diese mit ihren Kollegen besprochen hatten. Die Wohlfahrt eines Tieres und insbesondere die Vermeidung von Schmerzen wurden als das drängendste ethische Problem angesehen und als wichtiger als die Anzahl der verwendeten Tiere oder der Einsatz von Tieren an sich. Verfeinerung wurde als machbarer und dringender als Ersatz betrachtet und auch der Reduktion gegenüber bevorzugt. Die Umfrageteilnehmer kehrten die 'Hierarchie' der 3Rs um, die von ihren Architekten, Russell und Burch, vorgeschlagen wurde, und priorisierten Verfeinerung über Reduktion und Reduktion über Ersatz. Diese Anordnung kann im Widerspruch zu den Erwartungen der Öffentlichkeit und der Regulierungsbehörden stehen.
Franco et al. (Wed,) haben diese Frage untersucht.
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