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In den letzten Jahren waren Fragen zur Umwelt, internationalen Wirtschaft und internationaler Sicherheit Gegenstand multilateraler Verhandlungen. Im Gegensatz zu konventionellen bilateralen Verhandlungen - wie zum Beispiel in einem Friedensvertrag - sind multilaterale Verhandlungen durch intensive internationale Diskussionen gekennzeichnet, die mehrere Akteure und Interessen, hochkomplexe Agenden und differenzierte internationale Rahmenbedingungen umfassen. Die Themen solcher Verhandlungen reichten von Klimawandel und Ozonabbau bis zu konventioneller Rüstungskontrolle, von nuklearer Proliferation bis zu internationalem Handel und Währungsbeziehungen. Der Politikwissenschaftler Fen Osler Hampson untersucht mit Unterstützung des Handelsspezialisten Michael Hart die Einzelteile des multilateralen Verhandlungsprozesses, um die Faktoren zu identifizieren, die für Erfolg oder Misserfolg ausschlaggebend sind. Die Autoren argumentieren, dass multilaterale Verhandlungen im Wesentlichen ein Unternehmung zum Aufbau von Koalitionen sind, an denen Staaten, nichtstaatliche Akteure und internationale Organisationen beteiligt sind. Von dem Teststoppvertrag von 1963 bis zur Klimawandelkonvention (1992) und dem Abschluss der Uruguay-Runde des GATT (1993) umfassen die einzelnen Fallstudien Diskussionen über Sicherheits-, Umwelt- und wirtschaftliche Fragen. Besonders interessant ist die Aufmerksamkeit, die nichtstaatlichen Akteuren wie Wissenschaftlern und Umweltgruppen wie Greenpeace International in den Phasen der Vorverhandlung und Verhandlung gewidmet wird.
Eine Studie von Mon hat diese Frage untersucht.