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Die wichtigsten menschlichen und murinen Histokompatibilitätsantigen sind tetramerische Moleküle mit einem scheinbaren Molekulargewicht von etwa 130.000. Sie bestehen aus zwei Arten von Polypeptidketten. Die beiden leichten Ketten, die zuvor als Beta2-Mikroglobuline identifiziert wurden, sind nur durch nichtkovalente Wechselwirkungen an die beiden schweren, alloantigenen HL-A- oder H-2-Polypeptidketten gebunden. Die schweren Ketten werden durch Disulfidbrücke(n) zusammengehalten, die sich in dem Teil des Moleküls befinden, der an die Zellmembran gebunden ist. Durch begrenzte Proteolyse der Histokompatibilitätsantigene wurde der Nachweis erbracht, dass die schwere Kette aus drei kompakten Domänen bestehen kann, die durch längere Abschnitte der Polypeptidkette verbunden sind. Jede Domäne schien eine einzelne Disulfidbrücke zu enthalten, die etwa 60 bis 70 Aminosäurereste umspannt. Das Protein A von Staphylococcus aureus ist bekannt dafür, ausschließlich an die Fe-Region von Immunglobulin G zu binden. Es wurde jedoch beobachtet, dass Protein A auf ähnliche Weise mit der schweren Kette des H-2-Antigens interagiert. Diese Beobachtung, zusammen mit der Homologie der Primärstruktur von Beta2-Mikroglobulin zu Immunglobulin G, der tetramerischen Struktur der Alloantigene, der Organisation der schweren Polypeptidkette in kompakte Domänen und der Anwesenheit einer einzelnen, immunoglobulinähnlichen Disulfidschleife in jeder Domäne, legt eine enge strukturelle Ähnlichkeit zwischen Histokompatibilitätsantigenen und Immunglobulinen nahe. Die Ähnlichkeit in den strukturellen Merkmalen deutet auf einen gemeinsamen evolutionären Ursprung der beiden Molekültypen hin.
Peterson et al. (Tue,) untersuchten diese Frage.