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Die Verwendung von fetalen hämatopoetischen Stammzellen für die in utero Transplantation zur Schaffung eines permanenten Hematochimerismus stellt ein neues Konzept in der fötalen Therapie dar. Bei einem Fetus mit Alpha-Thalassämie, einem mit Sichelzellenanämie und einem mit Beta-Thalassämie haben wir fetale Leberzellen transplantiert, die aus legalen Abtreibungen in der Schwangerschaftswoche 6-11 stammen. Der Fetus mit Alpha-Thalassämie erhielt während der Schwangerschaft zweimal Transplantationen, in der 15. (20,4 x 10(8) Zellen/kg) und in der 31. Woche der Schwangerschaft (1,2 x 10(8) Zellen/kg) und ist jetzt zwei Jahre alt. Ein Fetus mit Sichelzellenanämie erhielt seine Transplantation in der 13. Schwangerschaftswoche (16,7 x 10(8) Zellen/kg) und ist jetzt ein Jahr alt. Der Fetus mit Beta-Thalassämie wurde in der 18. Woche transplantiert (8,6 x 10(8) Zellen/kg) und ist jetzt drei Monate alt. Die Engraftment wurde durch chromosomale Analysen (Geschlechtschromosomen), die Phänotypisierung roter Zellen, HLA-Klasse I und II Typisierung und PCR (Polymerase-Kettenreaktion) für Y-Chromosom-spezifische Sequenzen und DNA-Polymorphismen im Nabelschnur- und peripheren Blut bewertet. Die Kinder mit Alpha- und Beta-Thalassämie unterzogen sich im Alter von 3 und 7 Monaten jeweils einer Knochenmarkaspiration. In keinem dieser Fälle konnten wir überzeugende Beweise für ein Engraftment von Stammzellen nachweisen. Somit führte die Verabreichung von fetalen Stammzellen an fetale Empfänger nach der 12. Schwangerschaftswoche nicht zu einem dauerhaften Hematochimerismus. Es bleibt abzuwarten, ob der Engraftment-Prozess durch frühere Transplantationen und/oder höhere Zell-Dosen gefördert werden kann.
Westgren et al. (Mon,) untersuchten diese Frage.