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Die ‚Thukydides-Falle‘ übertreibt das Risiko eines Krieges zwischen der aufsteigenden Macht und der herrschenden Macht in der gegenwärtigen Zeit. Die größere Herausforderung für China und die Vereinigten Staaten besteht darin, zu vermeiden, in die ‚Churchill-Falle‘ zu fallen. Das heißt, in eine langfristige Konfrontation zu geraten, indem die Fehler des Kalten Krieges zwischen den USA und der UdSSR wiederholt werden. Sowohl die ‚alte‘ Geschichte des antiken ostasiatischen bipolaren Systems als auch die gegenwärtigen Erfahrungen der sino-amerikanischen Interaktion in Ostasien deuten darauf hin, dass es neben hegemonialem Krieg und Kaltem Krieg eine dritte Art von Großmachtverhältnis zwischen den beiden Polen gibt, die ich ‚Mitregierung‘ nenne. Dabei führen die beiden Supermächte nicht geografisch nach ihren jeweiligen ‚Einflusssphären‘ getrennt, sondern gemeinsam alle oder die meisten kleinen und mittelgroßen Länder im System. Die in dem Artikel untersuchten theoretischen und Fallstudien implizieren, dass der ‚Mitregierungs‘-Modus erscheinen und aufrechterhalten werden kann, wenn die außenpolitischen Funktionen der beiden Supermächte differenziert sind (d.h. jeder der beiden Pole kann nur eines der unentbehrlichen Bedürfnisse der kleinen Länder erfüllen, und die beiden Bedürfnisse, die die beiden Pole jeweils erfüllen können, sind verschiedene), und wenn ein intergroßmächtlicher Krieg keine tragfähige strategische Option mehr darstellt. Die antagonistischen und geopolitischen Züge des Kalten Krieges im ‚geteilten Regieren‘-Modus der Machtpolitik werden im ‚Mitregieren‘-Modus weniger stark ausgeprägt sein und bieten somit einen erhellenden Ausweg sowohl aus der ‚Thukydides-Falle‘ als auch aus der ‚Churchill-Falle‘.
Yuan Yang (Mon) hat diese Frage untersucht.
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