Key points are not available for this paper at this time.
ZIELSETZUNGEN: Das Ausmaß, die Art und die Konsequenzen von unerwünschten Ereignissen in einem großen National Health Service (NHS) Krankenhaus zu schätzen und die Zuverlässigkeit einer zweistufigen Fallaktenüberprüfungsmethode zur Identifizierung unerwünschter Ereignisse zu bewerten. ENTWURF: Eine zweistufige strukturierte retrospektive Patientenfallaktenüberprüfung. EINSTELLUNG: Ein großes NHS-Krankenhaus in England. BEVÖLKERUNG: Eine Zufallsstichprobe von 1006 Krankenhausaufnahmen zwischen Januar und Mai 2004: Chirurgie (n = 311), Allgemeinmedizin (n = 251), Geriatrie (n = 184), Orthopädie (n = 131), Urologie (n = 61) und drei andere Fachrichtungen (n = 68). HAUPTRESULTATE: Anteil der Aufnahmen mit unerwünschten Ereignissen, der Anteil der vermeidbaren unerwünschten Ereignisse sowie die Arten und Konsequenzen der unerwünschten Ereignisse. ERGEBNISSE: 8,7 % (n = 87) der 1006 Aufnahmen hatten mindestens ein unerwünschtes Ereignis (95% CI 7,0 % bis 10,4 %), von denen 31 % (n = 27) vermeidbar waren. 15 % der unerwünschten Ereignisse führten zu Beeinträchtigungen oder Behinderungen, die länger als 6 Monate andauerten, und weitere 10 % trugen zum Tod des Patienten bei. Unerwünschte Ereignisse führten zu einer durchschnittlichen Verlängerung des Aufenthalts um 8 Tage (95 % CI 6,5 bis 9). Die Sensitivität der Screening-Kriterien zur Identifizierung unerwünschter Ereignisse betrug 92 % (95 % CI 87 % bis 96 %) und die Spezifität lag bei 62 % (95 % CI 53 % bis 71 %). Die Interrater-Zuverlässigkeit zur Bestimmung unerwünschter Ereignisse war gut (kappa = 0,64), aber für die Bewertung der Vermeidbarkeit nur mäßig (kappa = 0,44). FAZIT: Diese Studie bestätigt, dass unerwünschte Ereignisse eine häufige, ernste und potenziell vermeidbare Quelle von Schäden für Patienten in NHS-Krankenhäusern sind. Die Genauigkeit und Zuverlässigkeit einer strukturierten zweistufigen Fallaktenüberprüfung zur Identifizierung unerwünschter Ereignisse im Vereinigten Königreich wurde bestätigt.
Sari et al. (Fri,) haben diese Frage untersucht.