Key points are not available for this paper at this time.
Diese qualitative Studie untersuchte die Erfahrungen von Klienten mit psychiatrischer Medikation in einer ungewöhnlichen und unterforschten Subpopulation, Personen mit SMI-Diagnose, die schließlich funktionale Genesung erlebten. Aus tiefgehenden qualitativen Interviews mit 16 solchen Personen gingen vier Themen hervor: (1) Vorrang der Medikation, (2) informierte Zustimmung, (3) Selbstbestimmung und (4) klinische Einbindung. Die Teilnehmenden berichteten, dass psychiatrische Medikation die primäre und manchmal die einzige Intervention war, die ihnen angeboten wurde. Einige beschrieben erhebliche Verzögerungen beim Erhalt psychosozialer Dienste oder dass sie nicht über deren Verfügbarkeit informiert wurden. Die Teilnehmenden identifizierten auch Mängel im Prozess der informierten Zustimmung, wobei einige Informationen zu unerwünschten Wirkungen verspätet oder gar nicht erhielten. Zwangsmedikationspraktiken (z. B. gerichtlich angeordnete Medikation) wurden negativ beschrieben. Eine gute klinische Einbindung durch Verschreiber (z. B. gutes Zuhören und eine respektvolle Beziehung) wurde von den Teilnehmenden sehr geschätzt und als wesentlicher Bestandteil ihres Genesungsprozesses angesehen. Schlechte klinische Einbindung seitens der Verschreiber war eine Frustrationsquelle. In einigen Fällen resultierte dies aus mangelhaften mikroskopischen Fähigkeiten; in anderen spiegelte es eher systemische Probleme wider (z. B. 15-minütige Medizinkontrollen oder rotierende Verschreiber). Die Teilnehmenden dieser Studie hatten alle funktionale Genesung erreicht, ein ungewöhnlich positives Ergebnis. Daher könnten ihre Erfahrungen und Einsichten nützlich sein. Mit der Ausweitung der recovery-orientierten psychiatrischen Dienste könnte die Integration der Klientenstimmen in die Verwendung psychiatrischer Medikamente zu einer kollaborativeren und möglicherweise effektiveren psychiatrischen Behandlung führen.
Lacasse et al. (Di,) untersuchten diese Frage.
Synapse has enriched 5 closely related papers on similar clinical questions. Consider them for comparative context: