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Ziel war es, die potenziellen Auswirkungen von Nachbarschaftsdeprivation auf die inzidente und tödliche koronare Herzkrankheit (KHK) bei Patienten mit bipolarer Störung zu untersuchen. Dies war eine landesweite Kohortenstudie, die alle Erwachsenen ab 30 Jahren mit bipolarer Störung (n = 61.114) in Schweden (1997-2017) einbezog. Der Zusammenhang zwischen Nachbarschaftsdeprivation und den Ergebnissen wurde mithilfe von Cox-Regression analysiert, mit Hazard Ratios (HRs) und 95%-Konfidenzintervallen (CIs). Patienten mit bipolarer Störung, die in Nachbarschaften mit hohen oder moderaten Deprivationsniveaus lebten, wurden mit denen verglichen, die in Nachbarschaften mit niedrigen Deprivationswerten lebten. Es gab einen Zusammenhang zwischen dem Deprivationsniveau der Nachbarschaft und inzidenter sowie tödlicher KHK bei Patienten mit bipolarer Störung. Die HRs betrugen 1,24 (95% CI 1,07-1,44) für Männer und 1,31 (1,13-1,51) für Frauen für inzidente KHK bei Patienten mit bipolarer Störung, die in hochdeprivierten Nachbarschaften lebten, im Vergleich zu denen aus niedrigdeprivierten Nachbarschaften, nach Anpassungen für potenzielle Störfaktoren. Die entsprechenden HR für tödliche KHK betrugen 1,35 (1,22-1,49) bei Männern und 1,30 (1,19-1,41) bei Frauen, die in hochdeprivierten Nachbarschaften lebten. Die erhöhte inzidente und tödliche KHK bei Patienten mit bipolarer Störung, die in benachteiligten Nachbarschaften leben, wirft wichtige klinische und gesundheitspolitische Bedenken auf.
Jansåker et al. (Donnerstag) haben diese Frage untersucht.