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Wir präsentieren ein stochastisches Modell für die Ausbreitung von Pocken, nachdem eine geringe Anzahl von Indexfällen in eine anfällige Bevölkerung eingeführt wurde. Das Modell beschreibt einen Verzweigungsprozess für die Ausbreitung der Infektion und die Auswirkungen von Interventionsmaßnahmen. Wir erörtern Szenarien, in denen die Ringimpfung direkter Kontakte infizierter Personen ausreicht, um eine Epidemie einzudämmen. Die Ringimpfung kann erfolgreich sein, wenn infektiöse Fälle schnell diagnostiziert werden. Aufgrund der inhärenten stochastischen Natur von Epidemieausbrüchen sind sowohl die Größe als auch die Dauer der eingedämmten Ausbrüche jedoch sehr variabel. Die Anforderungen an Interventionen hängen von der Basisreproduktionszahl (R0) ab, für die verschiedene Schätzungen existieren. Wenn die öffentliche Gesundheitsgemeinschaft vor der Entscheidung steht, ob sie sich auf die Ringimpfung verlassen sollte, sollte sie sich bewusst sein, dass eine Epidemie Zeit benötigen kann, um abzuklingen, selbst bei einer letztlich erfolgreichen Interventionsstrategie.
Kretzschmar et al. (Sat,) haben diese Frage untersucht.
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