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Die aufkommende Literatur in den Sozialwissenschaften untersucht die Auswirkungen von Kultur auf kollektives Handeln. In der Ökonomie findet sich dieses Thema in den aufstrebenden Bereichen der Verhaltensökonomik (Camerer, Loewenstein und Rabin 2004; Diamond, Vartiainen und Jahnssonin 2007; Thaler 2007; Wilkinson 2007) und der experimentellen Ökonomie (Friedman und Sunder 1994; Friedman 2004; Kagel und Roth 1995), wo vermehrt Individuen Beachtung finden, die sich nicht einheitlich als eigeninteressierte, rationale Nutzenmaximierer verhalten. Stattdessen wurden Altruismus (Andreoni und Miller 2008), Reziprozität (Fehr und Gachter 2000; Fischbacher und Gachter 2010; Rabin 1993), Maximierung des sozialen Wohls (Charness und Rabin 2002) und Ungleichheitsaversion (Bolton und Ockenfels 2000; Fehr und Schmidt 1999) als Erklärungen für das Verhalten in Situationen des kollektiven Handelns vorgeschlagen.
Chai et al. (Sat,) untersuchten diese Frage.