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Dieses Papier untersucht die Darstellung von Honorifikationen im Unterricht von Koreanisch als Zweitsprache durch die Analyse von drei führenden Lehrbuchserien, die in Seoul veröffentlicht wurden. Trotz der Tatsache, dass Koreanisch eine Sprache mit einem hochentwickelten Honorifikationssystem ist, betonen diese Lehrbücher manchmal nicht genügend die Bedeutung von Honorifikationen und konzentrieren sich auf ein bestimmtes ‚Niveau‘ der Honorifizierung. Würden Lernende dieses ‚Niveau‘ in realen Begegnungen anwenden, wäre es ‚zu respektvoll‘ für den Umgang mit Vertrauten und auch ‚nicht respektvoll genug‘ für die Ansprache von Vorgesetzten. Lehrbuchgestalter könnten argumentieren, dass die Wahl dieses Niveaus durch die Notwendigkeit beeinflusst wird, die Präsentation von Honorifikationen zu vereinfachen und den Lernenden ein Register zu bieten, das ‚sicher‘, aber gesprächig ist. Ich argumentiere jedoch, dass dies oft zu einer Darstellung von Honorifikationen führt, die unecht, begrenzt in der Angemessenheit und die Vorstellung von den Fähigkeiten und sozialen Rollen von ‚fremden‘ Sprachlernern verrät. Tatsächlich scheint die Behandlung von Honorifikationen in den Dialogen weniger auf einer expliziten Pädagogik zu basieren als vielmehr auf einer Art ‚Interlanguage‘ oder ‚Fremdsprachengespräch‘, die Muttersprachler des Koreanischen intuitiv mit Lernenden der Sprache verwenden würden, um es ihnen zu erleichtern. Obwohl die in diesem Papier diskutierten Probleme spezifisch für Koreanisch sind, ist das größere Problem, welche Sprachregister für L2-Lernende ‚angemessen‘ sind, von breiterer Bedeutung. Dieses Papier zielt darauf ab, Ideologien zu problematisieren, die Sprachpädagogen bei der Wahl von ‚authentischer‘ und ‚angemessener‘ Lehrbuchsprache beeinflussen könnten.
Lucien Brown (Mon,) studierte diese Frage.
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