Die Ausgabe Medien und die Vergangenheit: Die Vergangenheit vermitteln geht von der Prämisse aus, dass die Vergangenheit nicht festgelegt ist, sondern kontinuierlich im Verhältnis zur Gegenwart neu interpretiert wird, und sie präsentiert das Argument, dass Medien eine entscheidende Rolle in diesen Prozessen des kollektiven Erinnerns und des Sinnschaffens spielen. Indem sie formen, wie vergangene Ereignisse kommuniziert und angefochten werden, fungieren Medien als zentrale Orte, an denen das kollektive Gedächtnis ausgehandelt und mobilisiert wird. Wir situieren die sieben Beiträge in dieser Ausgabe innerhalb zeitgenössischer Transformationen in Politik und Kultur, die durch ein hybrides Medienumfeld geprägt sind, das aus klassischen Medien, digitalen Plattformen und GenAI besteht und neue Fragen zu Macht, Autorität und Sichtbarkeit in Gedächtnisdiskursen aufwirft. Vor diesem Hintergrund stellen wir die versammelten Beiträge vor und heben ihr gemeinsames Interesse daran hervor, wie Auseinandersetzungen mit der Vergangenheit in verschiedenen Bereichen vermittelt werden, und skizzieren ihre Relevanz für laufende Debatten in der Gesellschaft sowie in der Medien- und Kommunikationsforschung.
Menke et al. (Fri,) haben diese Frage untersucht.