Diese Übersicht bietet einen Überblick über Ätiologie, Diagnose und Behandlung der Myokarditis bei pädiatrischen Patienten und hebt die Bedeutung der unterstützenden Pflege hervor.
Klinische Myokarditis ist bei Säuglingen und Kindern selten. Der häufigste Erreger ist das Coxsackievirus B. Der Erreger löst eine Immunreaktion aus, die zu Myokardödem mit anschließender Beeinträchtigung der systolischen und diastolischen Funktion führt. Neugeborene und Säuglinge sind schwerwiegender betroffen, da das unreife Myokard nur begrenzte Möglichkeiten hat, sich an einen akuten Schock anzupassen. Kinder präsentieren typischerweise mit Sinustachykardie und Galoppgeräuschen bei der Auskultation, Kardiomegalie im Röntgenbild des Brustkorbs und kleinen Spannungen im Elektrokardiogramm. Das Echokardiogramm zeigt eine reduzierte ventrikuläre Funktion. Virale Studien können den Erreger isolieren. Eine Myokardbiopsie ist diagnostisch hilfreich, birgt jedoch ein erhebliches Risiko für den kranken Säugling. Die erste Behandlungszeile umfasst Maßnahmen wie Ruhe, Sauerstoff und Diuretika. Inotrope Mittel sind bei mäßiger bis schwerer Herzinsuffizienz nützlich. Die Rolle der immunsuppressiven Therapie ist in der pädiatrischen Altersgruppe noch nicht klar etabliert. Die Prognose ist beim Neugeborenen vorsichtig, aber günstiger bei älteren Kindern.
Adrian Dancea (Mon,) hat diese Frage untersucht.